spacer
spacer search
ZVV Zabo Nachrichten
Homepage des Vorstadtvereins Nürnberg-Zabo
Search
spacer
 
Navigation
Nächste Termine
There are no upcoming events currently scheduled.
Kalender anzeigen
 

Willkommen auf der Homepage des Vorstadtvereins Zabo e.V.

luftbildaufnahme_comp.jpg

(Luftbild mit Genehmigung von WFL-GmbH, Schießhausstraße 14, 97228 Rottendorf,
Tel: 09302/9081-0, www.wfl-gmbh.de)

zum Stadtplan 

Startseite

Rock-im-Park 2009 PDF Drucken E-Mail

Rock-im-Park-Nachbetrachtung

 

Heuer gab es weniger Probleme mit dem Müll und dem Lärm. Lesen Sie den offenen Brief des Bundes Naturschutz an den Oberbürgermeister.

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

bei meiner gestrigen Führung um den Dutzendteich wie auch bei meinen vorausgegangenen Rundgängen während des Festivals Rock im Park konnte ich heuer erhebliche Verbesserungen feststellen, für die ich mich bei der Stadtverwaltung, der Polizei, den Aufräumdiensten, dem Veranstalter und nicht zuletzt bei meinen Mitstreitern von Bund Naturschutz, LBV, Naturschutzbeirat und Bürgervereinen bedanke.

 

So waren heuer – trotz ursprünglichen Zauderns – der Silbersee und große Teile der sensiblen Naturbereiche beim Flachweiher, dem Kleinen Dutzendteich und den Nummernweihern mit Bauzäunen gesichert. Diese Absperrungen wurden auch zuverlässig kontrolliert, so dass hier kein Müll in die Seen gelangen konnte und die Schilfgürtel nicht niedergetrampelt wurden. Es gibt allerdings noch an einigen Stellen Probleme.

 

Die Absperrungen durch Bauzäune, die unabdingbar sind für ein Freihalten der Ufer von Müll, Urin und Zerstörung, sollten auf weitere Bereiche ausgedehnt werden.

Das Ufer bei den durch die Renaturierungsmaßnahmen geschaffenen neuen Inseln am Großen Dutzendteich bei der Kongresshalle muss geschützt werden. Die Neugestaltung dieses Uferbereichs ist eine Ausgleichsmaßnahme, die von der VAG wegen der Straßenbahnverbindung zum Dokuzentrum bezahlt wurde (!). Diese Maßnahme ließe sich leicht und kostengünstig durch Herausnahme des Bereichs aus der Campingfläche erreichen. So würde sich die zu überwachende Strecke sogar verkürzen, da ja das Westufer des Großen Dutzendteichs bereits ausgenommen wurde.

Auch am jüngst renaturierten Uferabschnitt am Kleinen Dutzendteich entlang der Großen Straße stand kein massiver Zaun. Hier haben Ehrenamtliche der Agendagruppe „Natur am Dutzendteich“ unter Mithilfe des Bürgerforums Dutzendteich und des Vorstadtvereins Zabo geschuftet, um das Ufer zu renaturieren – und die Stadt Nürnberg hat hier gutes Geld bezahlt. Der Kleine Dutzendteich als einziger frei zugänglicher Badesee Nürnbergs muss vor Verunreinigungen bewahrt werden, insbesondere durch Glasscherben. Ein Mitarbeiter der Reinigungsfirma, der bei meiner gestrigen Führung anwesend war, bestätigte solche Verunreinigungen, die übrigens in vielen Campingbereichen anzutreffen waren – trotz angeblichen Verbots von Glasflaschen.

 

Der Große Dutzendteich scheint das Lieblingsobjekt der Müllchaoten zu sein. Obwohl der Veranstalter sich sehr bemühte, durch Infotafeln und einen Wettbewerb die Einsicht der Fans zu wecken, war er an seinen zugänglichen Ufern wieder zugemüllt. Die Ostseite an der Beuthener Straße im Bereich der Bratwurstbrater sollte eigentlich von Campern freigehalten werden. Dies wurde zwar am Tag vor RIP noch eingehalten und überwacht, dann brachen jedoch die Dämme. Hier kam es wohl zu Missverständnissen zwischen Polizei, Veranstalter und Ordnungsdiensten, ob der Bereich nun Veranstaltungsgelände sei oder nicht. Jedenfalls war er ohne Eintrittsbändchen frei zugänglich – also wohl außerhalb des Geländes. Der Lageplan auf den Handzetteln war hier nicht eindeutig, im Gegensatz zum auf der Homepage des Veranstalters veröffentlichten Plan, der den Bereich als Nicht-Campingplatz ausweist.

Ob der Platz zwischen Alfred-Hensel-Weg und dem Großen Dutzendteich dringend als Campingfläche benötigt wird, bezweifle ich.

 

Der Luitpoldhain blieb nach meinen Beobachtungen von Müll und Beschädigungen weitgehend verschont. So kann Campen Spaß machen! Ein herzliches Dankeschön allen Überwachern und Planern an dieser Stelle. Dieser nicht so sensible Naturbereich erscheint noch aufnahmefähig.

 

Nicht näher eingehen will ich an dieser Stelle auf das Thema Eichenprozessionsspinner. Hier sind noch einige Fragen offen bezüglich des angewandten Mittels und der wirklichen Gefährdung der Besucher. Nach meinen Erkenntnissen und den erhaltenen Aussagen der Sanitäter wird die Gefahr weit übertrieben. Dies hoffe ich in weiteren Gesprächen mit SÖR und anderen zu klären.

 

Das Thema Lärm war heuer untergeordnet. Der Veranstalter hat seine Versprechungen eingehalten.

 

Im Gegensatz zur in den NN vom 11. 6. 2009 veröffentlichten Aussage des LBV, dass die Brutzeit der Blässhühner bereits vorbei gewesen sei, habe ich noch brütende Rallen entdeckt. Mitten im Gewühl der Zelte, umgeben von ein paar Bierdosen, ließen sie sich nicht von der Rockmusik stören. Sie hatten das Glück, bei relativ einsichtigen Rockern ihr Nest gebaut zu haben.

 

Diese gute Nachricht zum Schluss mag uns allen Ansporn sein, die Natur am Dutzendteich zu schützen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Günther Raß

 
CMS: Mambo      
Umsetzung: eiviteq Webdesign GbR
spacer